Gegen den Strom der Bequemlichkeit.
Alltag

Besitz belastet.

Neulich habe ich einem Freund beim Umziehen geholfen. Und gefühlt war jeder zweite Satz:

„Mensch, hab ich viel Scheiß.“

Ich musste darüber nachdenken.

Nicht, weil ich selbst so viel weniger Zeug hätte. Aber beim Tragen, Schleppen und Einpacken bekommt Besitz plötzlich ein anderes Gewicht. Was vorher einfach irgendwo herumstand, muss plötzlich in Kisten, ins Auto und in die neue Wohnung.

enter image description here Titelbild: KI-generiert

Jedes Ding, das man einmal gekauft hat, bleibt irgendwie bei einem.

Und irgendwann stellt man fest: Man besitzt nicht nur Dinge. Man muss sich auch um sie kümmern. Vielleicht ist „Besitz belastet“ deshalb gar keine so schlechte Floskel. Ich glaube, mit zunehmendem Alter wird mir jedenfalls wichtiger, weniger zu besitzen – und mehr Platz für das Leben zu haben.

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