Ich habe mein Dell Latitude 5320 von Windows auf openSUSE Tumbleweed umgestellt. Klingt nach einer technischen Randnotiz. Ist aber, wenn ich ehrlich bin, eine der bewussteren Entscheidungen der letzten Monate.
Digitale Souveränität ist so ein Wort, das schnell nach Konferenzpanel klingt. Bei mir bedeutet es etwas Einfaches: Ich will wissen, was auf meinem Rechner passiert, und ich will die Kontrolle behalten, ohne mich darauf verlassen zu müssen, dass ein Konzern in Redmond oder Cupertino gerade gute Laune hat. Kein Abo-Zwang für Basisfunktionen. Keine Telemetrie, die ich erraten muss. Kein Update, das mir sagt, wie ich mein System zu nutzen habe.
Das klingt nach Idealismus. Ist es auch. Aber Idealismus, der an der Praxis vorbeigeht, ist nur eine andere Form von Bequemlichkeit, nämlich die, sich nicht mit den Details zu beschäftigen.