Ich wollte selbst posten können. Ohne Umweg, ohne jemanden fragen zu müssen. Das war der eigentliche Grund. Davor hatte ich WordPress. Hat funktioniert, war ja Standard. Aber meine Sichtweise auf digitale Souveränität hat sich mit der Zeit verändert. Ein Blog bei einem WordPress-Hoster, mit Plugins für alles und jedes, das ist eigentlich das Gegenteil von "die Inhalte gehören mir". Privat geh ich da nicht mehr zurück.
Danach lief hier eine Weile alles statisch, handgebaut. Sah gut aus, aber jeder neue Beitrag war Aufwand. Also hab ich mich umgeschaut. Grav, Kirby, Statamic, Publii, Hugo, WriteFreely, Bludit. Alle angesehen, manche mehrfach, weil ich es einfach nicht lassen konnte. Kirby ist poliert, kostet aber. Statamic braucht Composer und Laravel, auf normalem Shared Hosting oft schon ein Problem. Ghost will einen Node-Server. Hugo ist schnell, größte Themeauswahl, aber Terminal und Build-Schritt statt Web-Interface. Genau das wollte ich nicht. Übrig blieb HTMLy. Flat-File, keine Datenbank. PHP, läuft bei helloly ohne Diskussion. Tags, Kategorien, Sitemap, RSS, Suche, alles eingebaut. Kostenlos. Kein Bloat. Bezahlt hab ich mit der Themeauswahl, die ist mau. Also selbst gebaut, mehrere Anläufe, mehrere Namen, bis es passte.
Zwischendurch hab ich wieder mit anderen Systemen geliebäugelt. Bin aber immer bei HTMLy gelandet. Nicht weil es perfekt ist, sondern weil es genau das macht, was ich wollte: unabhängig posten, flat-file, PHP, kein Ballast. Der Rest ist Gewöhnung.